29.9.18 Bouleturnier beim Cidrefest

Diesmal nur der 2. Platz: Das TSG Boule-Team mit Thomas Pöschl, Peter Hoffmann und Felix Lupp

Wie es dazu kam lesen Sie hier!

TSG-Bouler scheitern erneut kurz vor dem Ziel!

Es hat nicht sollen sein! Beim traditionellen Boule-Turnier der 7 Falkensteiner Vereine am vergangenen Sonntag (30.09.) konnte das TSG-Team seiner im Vorfeld zugedachten Favoritenstellung nur teilweise gerecht werden.

Der große Traum, mit einem Sieg erstmals den Olymp des Falkensteiner Boulesports zu besteigen, zerplatzte diesmal im Stechen des Finales wie die berühmte Seifenblase: Das TSG-Trio Thomas Pöschl, Hans-Peter Hoffmann und Felix Lupp spürte offenbar plötzlich den nervlichen Druck und die riesige Erwartungshaltung, die die 800 Vereinsmitglieder der TSG in ihre Athleten hatten.

Hauchdünn hatte letztlich das örtliche Partnerschaftskomitee (PK) die Nase vorne und wurde im überaschenderweise nicht ganz ausverkauften Boulodrome von seinen eigenen Anhängern überschwänglich gefeiert, während den enttäuschten und nach über zweistündigem Turnierverlauf physisch wie psychisch völlig ausgelaugten TSG-Akteuren nur die bittere wie wahre Erkenntnis blieb, dass der zweite Platz stets der erste Verlierer ist (so deutlich muss man das leider sagen, jawoll!).

Und was hatte man seitens des TSG-Vorstandes im Vorfeld nicht alles unternommen um dieses Turnier erstmalig zu gewinnen: Es wurde ein dreitägiges Trainingslager in einem 5-Sterne-Sport-und Wellnessresort im Allgäu (nebst Einzelzimmern) für die drei TSG-Matadore gebucht, damit sie sich in der Abgeschiedenheit der voralpenländischen Bergwelt voll und ganz ungestört und vom schweren Arbeits- bzw. Studienalltag unbelastet auf dieses Top-Event vorbereiten konnten.

Man hatte im vornehmen Park des Hotels sogar extra eine nagelneue Boulebahn anlegen lassen, die von den Maßen, der Kiessorte und vom baulichen Unterbau her exakt dem Profil und der Beschaffenheit des Falkensteiner „Boulodromes“ entsprach.

Auch die Auswahl des Hotels mit seiner Höhenlage war genau auf die klimatischen Bedingungen mit der „dünnen“ Falkensteiner Heilklima-Luft abgestimmt, wo die Kugeln ja bekanntlich anders fliegen als im (Königsteiner) Flachland. Drei Mal pro Tag je 2 Stunden praktisches Training an der Boulekugel sowie Konzentrations-, Koordinations- und Dehnübungen unter Mitarbeit eingeflogener internationaler Sportpsychologen und Handgelenks-Orthopäden sowie Physik-Nachhilfestunden zur optimalen Berechnungen der idealen Flugkurve der Kugeln sollten die Basis und die Erfolgsformel für den Gewinn dieses Turnieres darstellen.

Wie eingangs bereits berichtet erfüllten sich die hohen Erwartungen jedoch nicht. Die Fragen nach den Gründen hierfür sind mannigfaltig:

War der überraschende krankheitsbedingte Ausfall unserer an Nummer 1 gesetzten Starspielerin Magda R., die ja nach einhelliger Expertenmeinung auch die Hübscheste aller vier TSG-Athleten ist, ein zu großes Handicap? Wobei fairerweise gesagt werden muss, dass Ersatzspieler Hoffmann seine Sache ausgezeichnet machte, auch wenn er schon rein optisch erwartungsgemäß nicht an Magda heranreichen konnte… 

War es der immense nervliche Druck (und andere Situationen), mit dem die TSG-Spieler im Finale nicht umgehen konnten?

In ihrem eigenen Verein umjubelte und gerade bei den weiblichen Mitgliedern angehimmelte Stars, so mussten die drei TSG‘ler im Turnierverlauf nun durch die Anhängerschaft der anderen Vereine erstmals auch gewisse Gegenströmungen zur Kenntnis nehmen, die sicherlich auch am eigenen Selbstverständnis nagten.

War es etwa die nicht unbedingt sportgerechte Nahrung („Bratworscht un‘ Ebbelwoi“), die von einem unserer Spieler zwischen den Spielen heimlich hinter einem Gebüsch stehend eingenommen wurde?

War es etwa normal, dass einer unserer Spieler nach dem achten Glas „Süßen“ laufend auf das WC musste und somit „einen Lauf hatte“? Manche Beobachter stellten gar fest: “Guck mal, der hat ja beim Wurf Angst in die Hocke zu gehen.“

War es der Heimvorteil des gastgebenden Partnerschaftskomitees (PK)? Schließlich wurde PK-Vorsitzender Walter Krimmel im frühesten Morgengrauen dabei beobachtet, wie er die Bahn mit einem ganz anderen Rechen spielfertig machte wie mit dem Modell, mit dem die TSG im Trainingslager intensiv gearbeitet hatte?

War es der sicherlich diskussions- und fragwürdige „Kniff“ des deutsch-franz. Partnerschaftskomitees, dass dessen Akteure in der heißen Phase des entscheidenden finalen Stechens plötzlich ihre taktischen Absprachen auf Französisch machten, womit absolut keiner auf TSG-Seite hatte rechnen können, deren Akteure ausschließlich dem heimischen hessischen Idiom mächtig sind?  

Oder ist es einfach nur ein böser Fluch, den übersinnliche Kräfte über der TSG ausgeschüttet haben, damit diese auch nach etlichen Jahren dieses Turnier einfach nicht gewinnen kann?

Fragen über Fragen, mit denen sich in den nächsten Wochen sicherlich verstärkt die nationale Sportjournaille beschäftigen wird. Auch wir bleiben dran, das versprechen wir Ihnen - eine saubere Analyse und Aufarbeitung des enttäuschenden Geschehens (siehe Jogi Löw und der DFB nach der verkorksten Fußball-WM) sind wir unseren Mitgliedern an dieser Stelle schließlich ja auch irgendwo schuldig. Aber alles mit einem ganz großen Augenzwinkern, mit dem auch dieser Artikel bedacht werden sollte…